Der weibliche Part

Hallo ihr Lieben,

ich bin Sandra, der weibliche Part des schwergewichtigen Duos. Ich habe mich recht kurzfristig dazu entscheiden hier mitzuschreiben, aber ich denke eine zweite Sicht auf die Dinge kann so einem Blog nur gut tun, oder? ;)

Ich habe meinen "neuen Lebensweg" wie es in der Werbung immer so schön heißt vor fast 2 Monaten gestartet. Ich wog 120,5 kg bei einer Größe von 1,66 m. Dass das nicht schön ist habe ich schon mal vor fast 4 Jahren begriffen und mich mit strenger Ernährung und viel Sport auf 100,2 kg gebracht. Leider, wie es nur allzu oft ist, schlich sich dann Mr. Yo-Yo in mein Leben und ich war ruckzuck wieder bei meinem alten Gewicht.

Mein Problem waren meine Essgewohnheiten. Morgens habe ich NIE gefrühstückt, Mittags ein wenig was gegessen und Abends kam dann der große Fressflash, wo kaum etwas mehr vor mir sicher war. Ich glaube nicht mal, dass ich regelmäßig meinen Kaloriengrundbedarf gedeckt habe... aber bei solch einem Essverhalten lagert der Körper nunmal alles an was er kriegen kann.

Ich bin dann auf ein Konzept gestoßen, dass mir gut gefallen hat. Eine Art Low Carb. Morgens darf man essen was man will. Sogar ein Brötchen mit Nutella darf es sein, man muss nicht auf die Kohlehydrate achten. Reichlich muss es sein, damit man genug Energie für den Tag hat. Mittags gibt es dann eine eine kleinere Portion mit mittlerer Menge Kohlehydrate, Abends eine kleinere Portion mit sehr wenig Kohlehydraten.

An das Frühstück mußte ich mich wirklich gewöhnen. Ich bin nun auch niemand, der sich nun jeden Tag Brötchen und Süßkram reinschiebt. Ich denke auch nicht, dass das Sinn der Sache ist. Es tut nur gut zu wissen, dass man dies morgens mal essen darf, wenn man ein großes Bedürfnis danach hat.

Die ganze Umstellung hat VIEL bei mir bewirkt. Dabei meine ich nicht einmal das Gewicht. Ich habe morgens mehr Energie, anstatt den Bus zu nehmen gehe ich nun gerne einen Stück meines Arbeitswegs zu Fuß und genieße die Luft und die Umgebung. Ich habe Abends selten großen Hunger, esse dann aber Sachen, die mir selber gut schmecken. Wenn ich mal richtig viel Hunger habe gibt es gerne auch mal einen mit Schinken umwickelten und gebratenen Mozzarella, dazu ein wenig Salat. Sollte mich der Süßhunger doch mal erwischen reichen mir heute 2 Bissen von einem Schoko-Banane-Eiweissriegel, wo früher dann gerne mal eine Tüte Haribos dran glauben mußte.

Das wichtigste für mich ist allerdings: Dadurch dass ich mir Abends nicht mehr den Wanst voll schlage schlafe ich besser. Das war ein echter Teufelskreis, der sich eingeschlichen hatte. Ich habe gegessen bis ich voll war, gerne auch mal viel Zucker. Ich habe dann oftmals bis 2 oder 3 Uhr nachts wach gelegen... mit dem ganzen Zucker im Blut schlafen klappt halt nicht. Morgens um 7 von ich aufgestanden. Schlapp, lust- und hungerlos. Energie für Bewegung war keine da, ganz zu schweigen von Sport.

Ich habe nun in fast 2 Monaten fast 8 Kilo abgenommen. Anhänger der Crashdiäten werden jetzt sagen: "Was so wenig? Da geht doch mehr!!". Und ja... natürlich geht da mehr. Aber was ich mache ist eine Umstellung meiner Lebensgewohnheiten. Essen, Bewegung, einfach alles.  Das ganze soll und muss Spass machen, man muss sich wohl fühlen... schließlich soll das das zukünftige Leben werden. Dafür nehme ich gerne langsam, aber stetig ab.

Seit vorgestern gehe auch ich jetzt ins Fitnessstudio. Mal sehen was das bringen wird, Spaß macht es allemal.

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